Selbstwirksam und nachhaltig leben
Das moderne Ernährungssystem ist global vernetzt, stark industrialisiert und genau deswegen auch problematisch. Intensive Landwirtschaft, Massentierhaltung und industrielle Verarbeitung erzeugen Lebensmittel, die billig, jederzeit verfügbar und oft ungesund sind. Die Folgen sind vielschichtig: Böden werden ausgelaugt, Wasserressourcen überbeansprucht, Treibhausgase steigen, Artenvielfalt sinkt, und Tiere leiden unter schlechten Haltungsbedingungen. Auch die Menschen selbst spüren die Auswirkungen: Übergewicht, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, mentale Erschöpfung und Unzufriedenheit sind weit verbreitet – insbesondere in westlichen Gesellschaften.
Konsumverhalten wird durch Konzerne und Werbung bestimmt
Die Verantwortung liegt dabei nicht beim Einzelnen. Konsum wird zumeist nicht in einem freien Handlungsraum entschieden: Verfügbarkeit, Packungs- und Portionsgrößen, Geschmack und Werbung prägen die Entscheidungen der Menschen. Der Lebensmittelmarkt ist vor allem ein Angebotsmarkt. Das System erzeugt eine Dynamik, in der ungesunde Ernährung und Übergewicht weitgehend vorhersehbare Folgen sind – mit Konsequenzen für den Körper, die mentale Gesundheit und die Gesellschaft insgesamt. Diese Folgen sind gewollt, zumindest werden sie billigend in Kauf genommen – von den Lebensmittelkonzernen, den Handelsriesen, der Politik und zu guter letzt von der Nahrungsergänzungsmittel- und Diätindustrie, die gut davon lebt, vermeintliche Lösungen für das angeblich individuelle Fehlverhalten zu verkaufen. Das System profitiert davon, dass es weder nachhaltig noch im Sinne der Menschen ist.
Selbstwirksamkeit ohne Schuld
Innerhalb dieses Systems eröffnet sich für den Einzelnen dennoch ein Weg, der nicht über Schuld und Moral funktioniert, der nicht dem Konsumenten die Verantwortung zuschiebt, sondern der über Selbstwirksamkeit funktioniert. Die Veränderung beginnt nicht beim Konsum, sondern beim eigenen Bewusstsein. Wann wir essen, wie wir essen, wie oft wir essen – das alles sind Entscheidungen, die wir beeinflussen können. Wir essen nicht nur systemisch falsch, wir essen auch zu viel und zu oft, oft unbemerkt und ohne wirklich Hunger zu verspüren.
Aus dem System ausbrechen
Wer bewusster mit Ernährung umgeht, Übergewicht reduziert und Körper sowie Geist stärkt, erlebt unmittelbare Effekte: mehr Energie, bessere Konzentration, mentale Klarheit und physische Leichtigkeit. Dieser Zustand erzeugt einen Flow, in dem Menschen produktiver, kreativer und handlungsfähiger werden. In diesem Flow kann der Einzelne mehr Einfluss nehmen – auf das eigene Leben, auf das direkte Umfeld und letztlich auch auf die Gesellschaft. Es geht dabei nicht darum, moralisch richtig oder falsch zu konsumieren, sondern die eigene Energie und Leistungsfähigkeit als Hebel für nachhaltige Wirkung zu nutzen. Bewusster essen, sich mental stärken und sich das krankmachende System vergegenwärtigen sind ein erster Schritt. Es gibt Alternativen. Man kann aus dem System ausbrechen, wenn man möchte.
Ohne Pillen und Diäten
Die Verbindung zwischen persönlicher Gesundheit und gesellschaftlicher Wirkung ist subtil, aber kraftvoll. Wer Körper und Geist in Balance hält, kann Entscheidungen treffen, die über das eigene Leben hinauswirken. Sei es im beruflichen Umfeld, bei sozialen Projekten oder in der alltäglichen Lebensgestaltung: Jede Handlung wird wirksamer, weil sie aus einem Zustand von Energie, Klarheit und Flow entsteht. Gesundheit wird so zu einem Instrument für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Nachhaltigkeit zugleich. So werden Menschen resilienter und fitter – und ja, auch schlanker. Ganz ohne Pillen und Diäten, nur durch ein neues Bewusstsein.
Kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit beginnt nicht beim moralischen Konsum, sondern im eigenen Körper. Wer sich selbst pflegt, steigert seine Leistungsfähigkeit, sein Handlungsvermögen und seine Fähigkeit, das eigene Umfeld aktiv zu gestalten. Diese Energie kann auf das größere System zurückwirken, das uns alle prägt – ein System, das ohne leistungsfähige, handlungsfähige Menschen schwer veränderbar ist. Selbstwirksamkeit und Flow werden so zu Schlüsselbegriffen: Sie ermöglichen es, das eigene Leben zu gestalten und gleichzeitig indirekt einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu leisten.
Es ist ein kleiner Beitrag zum großen Thema Nachhaltigkeit, aber ein großer Schritt für den Einzelnen, der sich ganz neu erfahren kann. In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist – und den brauchen wir mehr denn je.
Über die Autorin
Steffi Faigle blickt auf eine 30-jährige Diätgeschichte zurück. Die gebürtige Schwäbin und zertifizierte Ernährungsberaterin erkannte im Laufe ihrer eigenen schier endlosen Abnehmreise, dass Essen nicht die Wurzel ihres Gewichtsproblems ist. Sie beendete ihre Leidensgeschichte mit einer ganz neuen Herangehensweise. Heute ist Steffi Faigle erfolgreich als Autorin, Coach, Podcasterin und Speakerin tätig und begleitet mit ihren Coaching-Programmen tausende Frauen dabei, aus dem permanenten Diäten- und Jo-Jo-Wahnsinn auszubrechen. Sie ermöglicht ihren Klientinnen, ohne Verzicht schlank zu werden und dauerhaft schlank zu bleiben. Der Diätindustrie mit ihren falschen Versprechen und unlauteren Methoden sagt sie mutig den Kampf an. Ihre Mission: „Kalorien können mich mal“. Weitere Informationen unter https://personaleating.com.








